Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren: Welche Kleidung brauchst du zum Fahrradfahren im Winter?

Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren: Welche Kleidung brauchst du zum Fahrradfahren im Winter?

Es gibt viele gute Gründe mit dem Rad zu Pendeln. Es hält fit, ist gut für die Umwelt und spart sogar richtig Geld. Doch vor allem im Winter fällt es deutlich schwerer, sich auf den Sattel zu schwingen. Wir zeigen dir, wie du mit den Herausforderungen umgehen kannst und welche Kleidung zum Fahrradfahren im Winter geeignet ist.

Inhaltsverzeichnis

Im Sommer fällt das Fahrradfahren oft etwas leichter: Raus aus dem Bett, rein in die Sandalen und dann im Morgengrauen mit leichter Sommerkleidung entspannt auf den Sattel schwingen und zur Arbeit oder zur Schule zu fahren. Ohne Stau, ohne Wartezeit, ohne Gedränge. So ist das Pendeln mit dem Rad in die Arbeit meist nicht nur schneller, sondern auch komfortabler als mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Was aber tun, wenn es draußen kälter und früher dunkel wird? Wir liefern praktische Tipps und Tricks, um beim Fahrradfahren im Winter warm zu bleiben.

WELCHE KLEIDUNG HÄLT BEIM FAHRRADFAHREN WARM?

Zwiebelprinzip

Im frühen Herbst reicht meist schon ein Pullover in Kombination mit einer leichten Jacke. Gehen die Temperaturen gegen Null, lautet das Gebot: Zwiebelprinzip! Zwiebelprinzip bedeutet, verschiedene Schichten an Kleidung, smart zu kombinieren. Die unterste Schicht, der Baselayer, sollte dafür sorgen den Schweiß schnell abzutransportieren. Gefolgt von einer wärmeren Lage zur Isolation und einer dritten, die Wind und Feuchtigkeit von außen abhält. Speziell bei längeren Strecken, bei denen man ggf. auch ins Schwitzen kommt, zahlt sich eine solche Kombination aus. Außerdem ist man so flexibel, schnell und unkompliziert auf Temperaturänderungen zu reagieren – schließlich kann man dann auch einfach eine Lage extra aus- oder anziehen.

Unser Tipp: Ein Merino-Unterhemd als Baselayer bietet angenehmen Tragekomfort und ist weniger anfällig für Schweißgeruch. Solche Unterhemden gibt es von vielen verschiedenen Marken sowohl für Frauen als auch für Männer. So kommst du auch nach deiner morgendlichen Tour frisch im Büro an.

Softshell-Jacken

Die Softshell-Jacke gehört zu unseren Lieblingen im Kleiderschrank. Kein anderes Teil ist so vielseitig und lässt sich an so vielen Tagen nutzen wie sie. Ihr Material gestattet eine hohe Dampfdurchlässigkeit, wodurch Feuchtigkeit schnell abtransportiert wird, und ist gleichzeitig angenehm isolierend. Sie schützt effektiv vor Wind und auch bei leichtem Regen halten die meisten Modelle eine Zeit lang durch.

Unser Tipp: Bei unserer Muttermarke Trek findest du viele passende Fahrradjacken für Damen und Herren. Von Softshell-Jacken über Regenjacken bis hin zu Fahrradwesten.

Regenjacke

Du planst auch bei Regen regelmäßig mit dem Rad zu fahren? Das verdient all unseren Respekt! Eine Alternative zur Softshell-Jacke könnte für dich die Hardshell-Jacke sein. Sie besteht aus einem vollständig wasserdichten Material, das auch bei starkem Regen Schutz bietet. Hardshell-Jacken sind aber oft weniger atmungsaktiv. Sie eigenen sich besonders gut für Fahren bei starkem Regen oder extremen Wetterbedingungen.

Fahrrad-Parka

Fahrrad-Parkas sind eine stilvolle Alternative zu Softshell- und Hardshell-Jacken. Sie bieten eine hervorragende Kombination aus Schutz und Funktionalität. Sie zeichnen sich durch ihren verlängerten Rücken aus, der zusätzlichen Schutz vor Nässe und Kälte bietet, insbesondere bei einer nach vorn gebeugten Fahrposition. Mit einer Vielzahl von Farben und Designs, können Fahrrad-Parkas eine Möglichkeit sein, deinen persönlichen Stil auszudrücken, während du gleichzeitig trocken und geschützt bleibst.

Regenhosen

Eine Regenhose ist ein unverzichtbares Kleidungsstück für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer, die bei Regenwetter trocken bleiben möchten. Regenhosen sind in der Regel aus wasserdichten Materialien und verfügen über verschweisste Nähte, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Sie sind oft auch winddicht, was zusätzlichen Schutz vor kaltem Wind bietet. Die meisten Regenhosen sind so konzipiert, dass sie über eine normale Hose getragen werden können. Sie sind leicht und kompakt und können wunderbar in der Fahrradtasche oder im Rucksack verstaut werden.

Wie bei den Jacken haben Frauen und Männer oft unterschiedliche Proportionen und Formen. Frauenregenhosen bieten im Taillen- und Hüftbereich eine bessere Passform und sind im Oberschenkelbereich etwas weiter geschnitten. Männerhosen haben in der Regel eine geradere Silhouette.

Overall

Eine weitere schützende Alternative vor Regen, kann auch der Regen-Overall sein. Durch seinen geschlossenen Rücken kann kein Wasser in die Hose laufen. Achte beim Kauf darauf, dass dein Helm unter die Kapuze passt. Außerdem sollte der Overall große Ventilationsöffnungen besitzen, sollte das Wetter doch einmal besser sein, als vermutet. Wer jedoch bereits eine hochwertige Regenjacke besitzt, dem empfehlen wir als Ergänzung dazu eine Regenhose. Vergiss nicht, dass du darunter noch normale Kleidung trägst.

Handschuhe

Beim Radfahren sind es immer die Finger und Füße, die als erstes steif und kalt werden. Ein paar dicke Handschuhe verschaffen hier Abhilfe und schützen die Finger vor der winterlichen Kälte. Denn eines wusste schon unsere Großmutter: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. So ist es auch hier. Welche Handschuhe eigenen sich also zum Fahrradfahren im Winter? Mittlerweile gibt es richtig gute Handschuhe, die trotz guter Isolierung eine ausreichende Bewegungsfreiheit gestatten.

Winterschuhe und Socken

Für warme und trockene Füsse sind die richtigen Schuhe von entscheidender Bedeutung. Winterschuhe sind meist etwas höher geschnitten und bieten daher effektiven Schutz vor Kälte und Nässe. Sie verfügen ausserdem auch über rutschfeste Sohlen, die einen sicheren Halt auf glatten Oberflächen bieten. Auch wasserdichte Socken oder Überschuhe können eine Alternative sein. Sie halten nicht nur die Feuchtigkeit draußen, sondern auch die Wärme effektiv innen. Und: Man kann die normalen Radschuhe in den meisten Witterungsbedingungen einfach weiterfahren.

MÜSSEN ES IMMER HOSEN SEIN?

Röcke und Kleider

Klar, warum nicht! Statt Hosen kannst du genauso gut im Rock oder Kleid Fahrradfahren. Mit dem richtigen Kniff lässt sich Fahrradfahren in einem Rock oder Kleid ebenfalls bequem und sicher gestalten. Wir empfehlen luftige Röcke oder Kleider, die genügend Bewegungsfreiheit bieten. Aber vermeide zu lange Modelle, damit sie sich nicht in der Kette oder in den Speichen verfangen. Röcke und Kleider kannst du beispielsweise auch mit Radlerhosen, Leggins und Strümpfen kombinieren, um dich vor unerwünschten Einblicken zu schützen. Allerdings möchten wir an dieser Stelle erwähnen, dass Röcke und Kleider deutlich weniger Schutz vor Kälte bieten als lange Hosen. Sie können auch eher in Kontakt mit dem Fahrradrahmen kommen und dadurch verschmutzen – gerade bei schlechten Wetterbedingungen im Winter.

TIPPS FÜR DEINE SICHERHEIT BEIM FAHRRADFAHREN IM WINTER

Sicherheit erhöhen

Der Winter ist nicht nur kalt, sondern auch dunkel. Wir empfehlen daher deine Sichtbarkeit beim Fahrradfahren zu erhöhen, beispielsweise durch Reflektoren oder helle Farben. Das bedeutet aber nicht, dass man zu einer neongrünen Jacke greifen muss, die man abseits des Bikes nie trägt. Schon Sicherheitswesten, Hosen- oder Armbänder mit Reflektoren, Rucksacküberzieher in grellen Farben oder Speichenreflektoren können bewirken, dass man dich im Strassenverkehr besser wahrnimmt.

Neben deiner Kleidung, solltest du aber auch dein Fahrrad winterfest machen. In diesem Beitrag zeigen wir dir, was du zu deiner Sicherheit sonst noch beachten solltest.

Fahrradbeleuchtung

Zusätzlich zu reflektierender Kleidung und Zubehör, ist eine aktive Beleuchtung am Rad Pflicht! Die meisten unserer Räder verfügen ohnehin über einen Nabendynamo oder werden vom E-Bike-Akku mit Energie, auch für die Fahrradlichter, versorgt. Wer kein integriertes Licht am Fahrrad hat kann sich abnehmbare Leuchten kaufen und diese am Rad befestigen. Sie lassen sich auf Knopfdruck ein- und ausschalten.

Nahaufnahme von einem Fahrrad im Herbst mit Schutzblech

Schutzblech

Schutzbleche sucht man an den Rädern von besonders sportiven Bikern meist vergebens. Wer sein Rad jedoch im Alltag bewegt, der weiß sie besonders in der nasskalten Jahreszeit zu schätzen. Sollte dein Bike nicht ohnehin mit Schutzblechen ausgestattet sein, lohnt es sich, sie für den Winter nachzurüsten.

Pflege

Solltest du auch bei Schneematsch und gesalzenen Straßen unterwegs sein, empfehlen wir dir unbedingt, dein Rad regelmäßig zu waschen und die Kette zu ölen. Außerdem lohnt es sich, das Rad bei einer Fachwerkstatt vor dem Winter zum Service zu geben und die Lager noch einmal fetten zu lassen. Idealerweise nutzt du im Winter nicht dein brandneues Highend-Modell, sondern fährst den Vorgänger. Das schont dein Lieblingsrad und macht dich garantiert noch fitter für den Frühling. Wir zeigen dir in unserem Ratgeber, wie du dein Fahrrad vor Streusalz-Schäden schützen kannst.

LOHNT ES SICH, MIT DEM FAHRRAD ZUR ARBEIT ZU FAHREN?

Ist Fahrradfahren gesund?

Fahrradfahren hält erwiesenermaßen gesund!  Das bestätigt eine Studie der EcoLibro GmbH in Zusammenarbeit mit der Goethe Universität Frankfurt: Menschen, die entweder zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit fahren, sind demnach im Schnitt zwei Tage pro Jahr weniger krank. Und wer schon längere Strecken auf einem E-Bike zurückgelegt hat, weiss, dass man auch mit Unterstützung fit werden kann. So gehts!

Mit dem Rad zur Arbeit zu fahren ist steuerlich absetzbar

Unser letzter Motivationstipp: Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, kann das teilweise von der Steuer absetzen und spart so richtig Geld: Pro Kilometer zwischen Arbeitsstätte und dem eigenen Zuhause, kann man bei der Steuererklärung in Deutschland bspw. 30 Cent geltend machen und hat zudem im Vergleich zum Auto deutlich geringere Kosten.

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